Cornelia erzählt uns ihre Geschichte

 

Die Schwangerschaft mit meiner Tochter Lilian war eine sehr harte Zeit.

Nicht gerne erinnere ich mich an sie. Massive Übelkeit, Sodbrennen, Rücken- und sonstige Schmerzen machten mir schwer zu schaffen.

Um meinen vierjährigen Sohn Constantin konnte ich mich so gut wie gar nicht kümmern.

Ich hing entweder über der Kloschüssel oder im Bett herum, oder schleppte mich in die Arbeit, um danach völlig kraftlos herumzuliegen.

Schon früh war ich bereit – bereit, diese unendlich lange und schwere Schwangerschaft hinter mir zu lassen, bereit für mein Kind, bereit für die Geburt.

Doch meine Tochter war anderer Meinung.

Sie wäre körperlich schon lange reif gewesen, doch sammelte noch all ihre Kräfte, um uns beiden unsere Traumgeburt zu ermöglichen!

Am vierten Tag nach dem errechneten Geburtstermin und viel vorbereitender Geburtsarbeit und enttäuschter Hoffnung hatten wir einen Termin bei unserer Hebamme im Krankenhaus.

Ganz leicht ging es im Auto los. Der Termin verzögerte sich und am Sofa wartend vernahm ich noch einmal einen Hauch von Wehentätigkeit.

Meine Hebamme begrüßte ich schließlich um dreiviertel sieben mit einem Handschlag und den Worten „Ich glaube, es geht los.“

59 Minuten später war meine Lilian da!

Sie kam wie eine Naturgewalt. So kraftvoll, so stürmisch, so unglaublich weiblich!

 

Die erste Untersuchung ergab eine Muttermundöffnung von 3cm, und danach ging es richtig los.

Doch das bekam meine Hebamme gar nicht mit. Sie hatte den Raum verlassen, um die Aufnahme und die notwendigen vorbereitenden Arbeiten zu erledigen.

Als sie zurückkam, war ich kaum noch in der Lage zu sprechen. Vor allem hatte ich die Zeit dazu gar nicht.

Die Wehen kamen und gingen so schnell, ich hatte kaum Luft zum Durchschnaufen und konnte auch meine Position gar nicht mehr ändern.

Ich hörte meine Hebamme im Hintergrund mit meiner Ärztin telefonieren, und dann sagte sie zu mir, mein Kind wäre in der nächsten Stunde da.

Im Geburtsvorbereitungskurs hatte ich geübt, auf mein Bauchgefühl und meine innere Stimme zu hören, und ich wusste, sie kommt schneller, sie kommt JETZT!

Da waren sie auch schon, diese unbändigen Schmerzen, dieser Drang.

Die Ballonatmung half nicht mehr, mitten in der Wehe hörte ich Ninas Stimme, „Du wirst den Unterschied merken!“, und ich vertraute darauf.

Ich begann zu schreien, ich schrie sie heraus, und Lilian drückte mit.

Mit der dritten Presswehe war ihr Kopf geboren, doch es fühlte sich nicht nach Erleichterung an, also schrie ich nochmal und drückte weiter.

Schon war sie da.

Sie hatte die Hand seitlich am Kopf gehabt, daher waren auch die Schmerzen am Ende der Schwangerschaft gekommen.

Jetzt war sie war da, endlich da!!!

Keine Sekunde, keine Wehe länger hätte ich diese Schmerzen ertragen.

Mein Kind wusste das genau. Sie wusste, was zu tun war, und wann.

Trotz dieser kurzen Geburtsdauer gab es immer wieder Momente, in denen ich an den Kurs erinnert wurde.

Ein besonders wichtiger war jener, in dem ich erkannte, dass das Lob meines Lebensgefährtens mein Anker war. Seine begleitenden Worte versetzten mich in einen ruhenden, nach innen gekehrten Zustand, in dem die Energie fließen konnte. Also bat ich ihn, dies bei jeder Welle zu wiederholen. Und es half.

Doch auch ohne meine Hebamme hätte ich diese Geburt so nicht erleben dürfen.

Danke, Stefanie, für deine Vorbereitung, deine Begleitung, deine Hände, deine Stimme, deine Empathie, dein Wissen!!! Von mir in meiner Geburtsarbeit oft unbemerkt hast du mich berührt, aufgerichtet, bestärkt und mit den notwendigen Handgriffen und Hilfsmitteln versorgt, so dass mein Kind und ich unverletzt blieben.

Das war und ist sooo wichtig für mich!

Es dauerte diesmal nicht lange, bis ich die Geburt verarbeitet hatte.

In der ersten Nacht schon war ich müde und konnte schlafen, konnte träumen, konnte mein Kind versorgen und ihre Nähe genießen.

 

Die Erinnerung an diese schöne Zeit bleibt mir für immer!

 

P.S.: Wie hast Du Deine Geburt erlebt? Hast Du eine ähnliche Erfahrung wie Cornelia gemacht? Erzähl‘ mir doch davon in den Kommentaren! Möchtest auch Du uns Deine Geschichte ganz ausführlich erzählen? Dann mach mit bei der Blogserie ‚Meine Geburt‘!

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