Von der Fremdbestimmung in die Selbstermächtigung

Von der Fremdbestimmung in die Selbstermächtigung

Wie erlebst du deine Weiblichkeit und was hat das mit der Geburt zu tun?

 

 

Die Macht über Frauenkörper ist überall.
Schon als Kinder lernen wir die erstrebenswerten weiblichen Formen, die – so unerreichbar sie auch sein mögen – uns jeden Tag in den Medien oder auch im eigenen Kinderzimmer begegnen.
Wir lernen, was es bedeutet, eine Frau zu sein.

Wir lernen, welche Ansprüche und Erwartungen es an unseren Frauenkörper gibt.
Wir entdecken, dass nicht alle Funktionen unseres Körpers, wie die monatliche Regelblutung, angenehm, praktisch oder wundervoll sind.

Wir werden immer mehr zu funktionierenden Körpern, die sich der männlichen Welt anpassen.
Wir müssen geradlinig sein, dürfen nicht zyklisch sein, sollen vernünftig und nicht emotional sein, folgsam und nicht selbständig.

Die Angst vor der Frauenkraft ist so groß, dass sie mit allen Mitteln unterdrückt werden muss.
Wir lernen sogar, uns selbst zu unterdrücken.
Wir unterschlagen unsere Bedürfnisse, unterdrücken die Zeichen, die uns unser Körper schickt, verklagen unser Erscheinungsbild, verfluchen unsere Emotionen.
Wir machen uns schwach, damit wir nicht zu stark sind.

Diese Frauenkraft, die da in jeder von uns schlummert, die brauchen wir, wenn wir unsere Kinder auf die Welt bringen.

Jede Schwangerschaft ist ein Aufruf an uns, unserer Größe mehr Raum in unserem Leben zu geben.

Und ganz wir selbst zu sein.
In all unsere Weiblichkeit: emotional, kreativ, nährend, dunkel, tief, weit, ausgleichend, sanft, stark, wild, vertrauend, verbunden.

Dass sich diese nicht einfach per Knopfdruck unter der Geburt einschalten lässt, wenn wir sie sonst nicht annehmen, ist ganz klar.
Dass sie nicht wirken kann, wenn die Umgebung sie in ihrer Entfaltung hindert, ist auch eindeutig.

Jedes kleine Mädchen hat ein Recht auf die freie Entfaltung ihrer Weiblichkeit.
Ein Recht darauf, dass all die Eigenschaften und Befindlichkeiten ihres Körpers gefeiert oder zumindest angenommen werden.

‘Empfindlich’ ist ein negativ besetztes Wort. Es ist auch ein Wort, dass hauptsächlich für die Beschreibung von Mädchen und Frauen eingesetzt wird.
Es beschreibt die Fähigkeit, etwas zu empfinden, zu spüren.

Wie können wir ohne diese Fähigkeit sicher durch unser Leben gehen?
Ohne die weise Führung unserer Intuition?

Es ist an der Zeit, dass wir uns Frauen wieder den Platz geben, den wir brauchen, um gesund und erfüllt leben zu können.

Wir brauchen uns in unserer ganzen Schöpferkraft, um die Geburt als Teil unserer Sexualität als etwas Sicheres, Natürliches und Großartiges erleben zu können.

Aber das kann uns niemand geben.
Diese Macht müssen wir uns selbst zusprechen.

Es ist der Weg in die Selbstermächtigung.
Wir müssen unsere innere Wahrheit sprechen.
Das kann unangenehm sein.
Wir gehen damit das Risiko ein, nicht mehr Teil der Herde zu sein.
Es können Interventionen folgen.
Wir können Gefahr laufen, plötzlich alleine da zu stehen.
Aber: wir haben uns selbst endlich gefunden.

Diese wunderbar menschliche Frau, die in ihrer Unvollkommenheit und Echtheit eine solche kraftvolle Welle der Energie, der puren Frauenkraft, ausstrahlt, und sich selbst so eine Welt kreiert, in die sie perfekt hinein passt und aus deren Rahmen sie nicht fallen kann, weil es gar keinen Rahmen gibt.

Es ist der Weg in ein gesundes, erfülltes Frauen-Leben, der es der Frau ermöglicht, ihre Sexualität mit all ihren Facetten nach ihren persönlichen Bedürfnissen zu gestalten.

Geburt ist ein Teil der Sexualität und so kann der Weg in die Selbstermächtigung auch bedeuten, dass der Geburtsprozess in seiner ganzen transformativen Kraft erlebt werden kann.

 

Was kannst du nun tun, um für deine kommende Geburt aus der Fremdbestimmung in die Selbstermächtigung zu kommen?

  • Erkenne, dass du eine Schöpferin bist!
    Du musst dir bewusst werden, dass deine innere Einstellung, also dein inneres Bild von Geburt, deine Glaubensmuster und deine Gedanken über die Geburt und deine Fähigkeit, ein Kind auf die Welt zu bringen, bestimmt, wie deine Geburt verlaufen wird.
    Ändere die Art und Weise, wie du die Geburt siehst, und die Geburt ändert sich.
  • Erlebe dich in deiner Größe!
    Nimm’ wahr, wie du dich in deinem Körper erlebst.
    Wie ist dein Verhältnis zu deinem Körper?
    Kannst du seine Zeichen hören und gibst du ihnen genügend Raum?
    Fühlst du dich schön?
    Glaubst du, dass du genug bist, einfach so, wie du bist?
    Sind dein Herz, dein Geist und dein Körper im Einklang?
    Wie sieht es aus mit deiner Gebärmutter? Kannst du sie wahrnehmen? Geh’ in eine bewusste Kommunikation mit deinem Körper – über sanfte, achtsame Bewegung, über die Meditation, über Atemarbeit und ehre dieses wunderbare Werkzeug, mit dem du großartige Dinge erleben kannst.
  • Finde inneren Frieden!
    Die Art und Weise, wie wir geboren wurden, was wir da erlebt haben, wie wir aufgewachsen sind und erzogen wurden, wichtige Bezugspersonen und einschneidende Erlebnisse, die uns Bewältigungsstrategien entwickeln ließen, formen unser Persönlichkeitsmuster und füllen unseren Lebensrucksack.
    Dies bestimmt auch, auf welchem Energielevel wir den Großteil unseres Lebens verbringen und bis zu welchem Grad wir unser Leben verändern können– es sei denn, wir gehen den Weg in die Bewusstmachung.
    Dann heißt es, innerlich aufzuräumen und all die Dinge loszulassen, die dich daran hindern können, deine Wunschgeburt erleben zu können. Hier gilt es, all die Dinge zu finden, die in dir Gefühle von Scham, Schuld, Minderwertigkeit, Angst, Trauer und Wut auslösen.
    Finde Vergebung für all die Menschen, die dich verletzt haben. Vergib’ dir selbst für all die Dinge, die du anderen angetan hast.
    Vergebung ist der Grundstein dafür, inneren Frieden zu finden.
  • Manifestiere deine Wunschgeburt!
    Als selbstermächtigte Frau bist du in der Lage, dir die Dinge im Leben zu manifestieren, die du dir wünschst.
    Geh’ auf Visionssuche für die kommende Geburt und beginn’ den Prozess der Manifestation.
    Du kannst z.B. deine Traumgeburt aufschreiben – wie einen Film, der in bestimmten Szenen abläuft. Diese Visualisierungen kannst du täglich in deine Meditation einbauen. Wir bekommen, was wir bestellen.
    Das, wohin du deine Gedanken und deine Energie richtest, wird von dir wie ein Magnet angezogen und so werden dir hilfreiche Menschen begegnen, du wirst genau die richtigen Bücher finden, dir fallen bestimmte Zeichen in Deinem Alltag auf, die dich alle auf deinem Weg zum Ziel einer selbstermächtigten Geburtserfahrung unterstützen.

 

Möchtest du diesen Weg in die Selbstermächtigung beginnen und dich so ganzheitlich auf die kommende Geburt vorbereiten?

Zusammen mit Jobina Schenk von ‘Meisterin der Geburt’ habe ich ein Programm zur Vorbereitung auf die Geburt entwickelt, der dich auf dieser Reise begleitet und dir wichtige Werkzeuge und Techniken zur Seite stellt.

JoNi ist ein Online Kurs, den du von zuhause aus und nach deinem Tempo machst.
JoNi arbeitet mit therapeutischem Hintergrund und dem Fokus auf deine innere Kraft.
Mittels Selbsthypnoseübungen kannst du endlich deine Ängste und blockierenden Glaubenssätze lösen und umprogrammieren.
Mit Hilfe von gezielten Coachingfragen wirst du dir deines Selbstsabotageprogramms bewusst, um dein Mindset auf das Ziel einer positiven Geburtserfahrung auszurichten. Du bekommst dafür spezielle Meditationen und Visualisierungsübungen.
Du lernst, deinen Körper besser zu spüren und ihn unter der Geburt kraftvoll einzusetzen.
Du weißt genau, was du brauchst, um dein Kind sicher auf die Welt zu bringen.
Du bist dir bewusst, welche Macht dein Geist und deine Gedanken haben.
Du erfährst, wie Geburt schmerzfrei und lustvoll sein kann.

Mit JoNi gehst du auf eine Selbsterfahrungsreise, die dich in deine Kraft führt.
Du öffnest den Kanal zu deinem inneren Wissen und dadurch weißt du genau, was du brauchst, um dein Kind entspannt auf die Welt zu bringen.
Du spürst eine ungeahnte Klarheit und Leichtigkeit, weil du dich tief entspannen kannst und die Stimme deiner Intuition genau wahrnimmst.

Du erkennst, dass du die Einzige bist, die deine dich behindernden Muster auflösen kann.
Mit jedem JoNi Modul hast du mehr Vertrauen in deinen Körper, dein Kind und deine eigene Kraft.

Du bist eine wunderbare Frau, im wahrsten Sinne des Wortes: eine Schöpferin.

Eine Schöpferin, in deren Bauch ein Kind erwächst. Eine Schöpferin, die den Verlauf der Geburt manifestieren kann.
Auf deinen Geburtswellen wirst du dich in deiner eigenen Größe erleben.
Und der transformativ wirkende Geburtsprozess wird dich in Glückseligkeit und machtvoller Stärke erstrahlen lassen.

JoNi Online Kurs zur Geburtsvorbereitung

Willkommen auf meinem Blog!

Hallo! Ich bin Nina und Dein Birth Coach und Mama Mentor.

Auf diesem Blog wirst Du immer wieder wertvolle Beiträge über Schwangerschaft, Geburt und Mama-Sein bekommen, die Dir Mut machen sollen, Dich inspirieren sollen und Dir zeigen sollen, dass Du sehr wohl dazu in der Lage bist, selbstbestimmt zu gebären und ein erfülltes Mama-Leben zu führen.

Hier erfährst Du mehr über mich und über Dich…

Aktuell bei Geburt und Mama-Sein:

Selbstbestimmt, angstfrei und entspannt in die Geburt

In diesem kostenlosen dreiteiligen Online Workshop lernst du die wichtigsten Punkte, die eine positive Geburtserfahrung möglich machen.

'Wege aus dem Trauma' Webinar

In diesem kostenlosen Webinar erfährst du, wie du traumatische Lebenserfahrungen wie zum Beispiel eine traumatische Geburtserfahrung bearbeiten und heilen kannst.

'3 Schritte zur angstfreien, entspannten Geburt'

In diesem kostenlosen JoNi Basis Workshop erklären dir Jobina Schenk von ‘Meisterin der Geburt’ und Nina Winner von ‘Geburt und Mama-Sein’ wie du die Geburtserfahrung, die du dir wünschst, manifestieren kannst.

Finde den für dich passenden Kurs:

Online Geburtsvorbereitung mit Hypnobirthing
Online Geburtsvorbereitungskurs
Online Kurs für müde Mamas mit kleinen Kindern und großen Träumen

Der SOULMAMA Tribe

Herz- und Seelenstärkung für Mamas

 Austausch, Stärkung, Themenwochen und Expertenimpulse

Hier geht es um alle Frauenthemen, die rund um die Zeit der Schwangerschaft, die Vorbereitung auf die Geburt, die Verarbeitung der Geburtserfahrung und das Hineinwachsen in die Mama-Rolle auftauchen.

“Alles ist austragen und dann gebären”

“Alles ist austragen und dann gebären”

Von Happy Birthday Deutschland e.V.

“Man muss den Dingen die eigene, stille, ungestörte Entwicklung lassen, die tief von innen kommt, und durch nichts gedrängt oder beschleunigt werden kann. Alles ist austragen und dann gebären.”

Rainer Maria Rilke

 

Happy Birthday Deutschland e.V.
Ein wunderschönes Zitat vom Rainer und ein wunderschönes Poster vom Verein Happy Birthday Deutschland – gemeinsam für eine selbstbestimmte Geburtskultur.

Wenn Du es auch so schön findest, kannst Du es Dir hier schicken lassen und dann ausdrucken.

 

Hier kannst Du Dir das Poster schicken lassen, um es dann auszudrucken

 

Happy Birthday Deutschland e.V.

Happy Birthday Deutschland e.V.

Wir sind junge Eltern, die unterschiedlichste Erfahrungen mit Schwangerschaft und Geburt gemacht haben. Was uns verbindet, ist der Wunsch unser Wissen und unsere Erfahrung weiterzugeben und zu einer positiven Geburtskultur beizutragen.

Deshalb bieten wir Eltern Informationen rund um Schwangerschaft und Geburt. Wir ermutigen werdende Eltern ihren eigenen Weg zu gehen und stehen für einen persönlichen Erfahrungsaustausch zur Verfügung. Auf unserer Homepage findet ihr Bücher, die wir euch ans Herz legen und Geburtsberichte, die Mut machen. Regelmäßige Veranstaltungen bieten die Möglichkeit persönliche Kontakte zu knüpfen und Fragen zu stellen.

Außerdem gründen wir ein Geburtshaus für Karlsruhe, um die lokale Wahlfreiheit zu stärken.

Du hast Lust mitzumachen? Dann werde Vereinsmitglied, wir suchen immer Verstärkung!

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Wir müssen uns erinnern, dass wir Schöpferinnen sind

Wir müssen uns erinnern, dass wir Schöpferinnen sind

Politische Bildung. 5.Klasse.

Die Lehrerin steht vor den Schülern und fragt: „Können wir in unserem Leben tun und lassen, was wir wollen?“

Ich bin eine Streber-Schülerin und melde mich. Sie nimmt mich dran. Ich sage aus vollem Herzen „JAAA!“ und ernte ein ungläubiges Raunen.

Alle Schüler drehen sich nach mir um, ein Anderer meldet sich und sagt: „Natürlich nicht! Es gibt Regeln, Vorschriften und Gesetze!“ …

Es war einer dieser Momente in meinem Leben, über die ich lange nachdachte.

Wie frei sind wir wirklich? Wie weit kann ich gehen? Wer bin ich? und Wer will mich abhalten, die zu sein, die ich bin?

Diese Szene aus meinem Leben, sie ist so treffend für mich.

Ich bin zwar eine ganz normale Frau, doch das Streben nach Freiheit ist seit Kindesbeinen ein wichtiges Thema für mich.

Das, was ich damals fühlte, als ich die Frage der Lehrerin bejahte, kam aus meinem tiefsten Inneren. Ein richtig authentisches, aus voller Brust geatmetes „JA!“. Ein JA, welches die Gegend um mein Herz warm werden ließ und mich mit glitzerndem Glücksdingsbums durchströmte. Es fühlte sich so unglaublich gut an. Und doch war dieses Fühlen komplett gegensätzlich zu der Antwort, die die Lehrerin als richtig durchgehen ließ.

Ich war also eine Freiheitsrebellin und dachte oft und sehr tief darüber nach, was es für mich bedeutet, frei zu sein.

Wirklich frei zu sein. Unabhängig zu sein. Wie bringt nun eine von Freiheit geleitete Frau ihre Kinder zu Welt?

Natürlich dort wo sie will, wie sie will und mit wem sie will! Zugegeben, das war einfacher gedacht, als getan.

Ich bin ein Kind dieser Gesellschaft und trage Unmengen an Verhaltensweisen mit mir rum, die mich anfangs ins große Zweifeln stürzten. Auf der einen Seite standen die eigene Vorstellung und mein Gefühl. Auf der anderen Seite stand das, was frau so macht, wenn sie schwanger ist, also das übliche Prozedere: Frauenarztbesuche, Vorsorgeuntersuchungen und der ganze schulmedizinische Schnickschnack.

Genau an diesem Punkt entstanden Situationen, die mir das Leben als Schwangere unnötig schwer machten. Denn wenn ich mich mit gutem Gefühl gegen eine Untersuchung entschied, dann bekam ich gleichzeitig das Etikett „unverantwortlich“, denn aus der Sicht anderer Menschen, müssen Manches gemacht werden, denn man wolle doch ein gesundes Kind.

Je mehr Menschen „unverantwortlich“ riefen, desto unsicherer wurde ich. Ich zweifelte streckenweise an mir selbst, an meiner eigenen Zurechnungsfähigkeit und fühlte mich gespalten zwischen dem, was ich denken sollte und dem was ich fühlte.

Es war die gleiche Situation wie die eingangs geschilderte, mein Herz schrie JA, die Anderen NEIN. Trotzdem entschied ich mich mit in der zweiten und dritten Schwangerschaft keine Vorsorgeuntersuchungen mehr zu machen, keinen Frauenarzt aufzusuchen und keine Hebamme zu beauftragen.

Was ich mit dieser Entscheidung meistern musste, war, mein Individualbewusstsein vom Gesellschaftsbewusstsein zu trennen.

Einen konsequenten Weg zu gehen, den niemand unterstützte.

Doch ich erfuhr, dass sich mit dem Abschneiden der äußeren Einwirkungen, die Kommunikationskanäle nach innen entwickelten. Die Türen draußen zu schließen, öffneten die inneren wie von Zauberhand und ich entwickelte eine völlig neue Wahrnehmung.

Vielleicht sah es für Außenstehende so aus, dass ich mich waghalsig in das Abenteuer Alleingeburt stürzen würde, doch in Wirklichkeit steckte sehr viel Arbeit darin. Arbeit an mir selbst, an meinen Einstellungen, an meinen Gedanken.

Allem voran die Selbstliebe und das Selbstvertrauen. Bevor ich mich auf den Weg dieser „unbetreuten“ Schwangerschaft und der Alleingeburten machte, hatte ich ja bereits 3 Geburtserfahrungen.

Die schmerzhaften Erfahrungen meiner Mutter, als sie mich im Krankenhaus zur Welt brachte. Mein Erlebnis, als ich meine beste Freundin begleitete, die ihr erstes Kind mit PDA und Dammschnitt bekam. Und die eingeleitete Geburt meiner ersten Tochter im Geburtshaus.

Ich wusste also, wie es im Krankenhaus zugeht und ich wusste, wie eine Hebamme im Geburtshaus arbeitet. Sie haben alle ihre Konzepte, aber ich wollte meinen eigenen freien Weg.

Ich wollte nie wieder eine Geburtseinleitung erleben. Außerdem wollte ich meine Gebärposition frei wählen; ich wollte die Erste sein, die ihr Kind berührt; ich wollte das erste Gesicht sein, welches mein Kind sieht; ich wollte die Nabelschnur selbst trennen (oder auch nicht) und die Plazenta aktiv gebären. In meiner Imagination hatte ich ein ganz klares Bild von meinem „Job“.

Dafür trainierte ich mit mentalen Techniken und manifestierte mir immer wieder, eine Meisterin der Geburt zu sein.

ICH BIN MEISTERIN DER GEBURT war tatsächlich eine tägliche Affirmation, die mir zwei sagenhafte Alleingeburten kreierte.

Zwei schmerzfreie Geburten. Zwei Mal diese wundervolle Ekstase, lustvoll ein Kind auf die Welt zu schieben und dabei diese unbeschreibliche Bewusstseinserweiterung zu erfahren. Ein Kind zu gebären kann sich so göttlich anfühlen, wenn das Set und das Setting zusammen passen.

So war es mir also ein tiefes Bedürfnis, meine schönen Erfahrungen solidarisch mit anderen Frauen zu teilen. Aufzuzeigen, dass eine Geburt frei vom Schmerz sein kann und bewusst Impulse zu geben, dass Frauen auch außerhalb von Krankenhäusern gesunde Babys gebären können.

Meisterin der Geburt ist dabei kein „back to the nature“-Buch, sondern eher ein „use your mind“-Buch.

Benutze deinen Geist und führe deinen Körper. Finde heraus, welche Einstellungen du hast und stelle sie zu deinem Wohle um. Wir stehen uns ja oftmals schon gedanklich selbst im Wege.

Zum Beispiel herrscht bei vielen Frauen der Wunsch vor, eine möglichst schnelle Geburt zu haben. Wenn ich in Einzelcoachings weiterbohre, dann kommt immer heraus, dass die Frauen sich nur deshalb eine schnelle Geburt wünschen, weil sie glauben, dass Gebären ein schmerzvoller Leidensweg ist. Sie wollen es lieber schnell hinter sich bringen. In dieser Haltung steckt natürlich der Glaube an den Schmerz.

Anstatt den Schmerz in Frage zu stellen, akzeptieren sie ihn, aber nur kurz! Also Leiden ist ok, aber nicht so lange! 😉

Ich persönlich möchte mein Frau-sein lieber mit bejahender (Lebens-)Lust begegnen, als die gesellschaftlichen Programme des Leidens weiter fortzuführen. Denn was mit dem Leiden generell verloren geht, ist die Lust.

Stell dir nur mal vor, du möchtest gar nicht aufhören zu gebären, weil es so schön ist! Geburt kann so lustvoll sein, dass frau sie möglichst lange genießen will.

Wenn wir überlegen, wieviel Geld manche Menschen ausgeben, um in den Besitz von Drogen zu kommen, mit denen sie einen schönen Trip haben können und dann feststellen, dass der menschliche Körper einen eigenen Apothekerschrank bereithält, der sämtliche biochemische Substanzen bereithält, dann müssen wir uns fragen, mit welcher Einstellung wir an das Leben heran gehen.

Die Geburt als ein bewusstseinsverändernder Trip mit Glücksgefühlen und einem Rausch, der lange Zeit abrufbar ist – dazu noch völlig kostenfrei – legal – Wer will diesen nicht haben? Die Wirkung unserer körpereigenen Bio-Chemie ist nicht zu unterschätzen!

Zusammenfassend: Ich weiß, dass viele Frauen in ihren Glaubenssystemen feststecken und noch klagen und jammern – ich sehe das in meinen Coaching-Gesprächen immer wieder – doch es gibt niemanden, der sie davon befreien wird. Es wird weder ein Ritter, noch ein Retter kommen, um die Frauen zu befreien. Ich weiß das aus eigener Erfahrung!

 

Jede Frau soll wissen, dass sie sich selbst befreien kann, indem sie das JA in sich ausfindig macht und zu ihrem inneren JA steht.

Mit diesem JA kehrt auch die Macht zurück.

Gebären ist ein machtvoller Akt, und ein schöpferischer!

Meisterin der Geburt
Jobina Schenk

Jobina Schenk

Meisterin der Geburt

Jobina hinterfragt als Life Coach unbewusste Verhaltensweisen und Denkmuster. Sie widmet sich dem Thema Geburt und steuert zur Theorie ihren praktischen Erfahrungsschatz geistig-mentaler Geburtsvorbereitung bei, mit der sich zwei ihrer drei Kinder ohne Schmerz zur Welt brachte. www.meisterin-der-geburt.de

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